lm Japanischen bedeutet "Ai" im Aikido
Harmonie/Liebe. Der Leitgedanke und das regierende Prinzip im Aikido ist die harmo-
nische Einheit von gegensätzlichen Kräften,
die es auszugleichen gilt und aufeinander abzustimmen. Dadurch wird die natürliche Ordnung wiederhergestellt, die beispiels-
weise durch eine nicht friedvolle Absicht gestört ist.

Das technische Prinzip beruht auf dem Grund-
satz des Eintretens und des Ausweichens.
Dabei darf das Ausweichen nicht als Nach-
geben oder sich der Handlung entziehen verstanden werden.

Der Ausführende vermeidet lediglich im Augen-
blick eine übereilte Reaktion und bewahrt
sich so die Möglichkeit, frei zu entscheiden
und zu handeln.

Dieser äußeren Bewegung liegt eine innere
Dynamik der Atmung, des Geistes und der
Energie, dem "ki" im Aikido zugrunde.

Dabei wird "ki" im fernöstlichen Sinne als eine universelle (Lebens-) Energie verstanden,
die alles Leben durchdringt, belebt und mit
der Atmung in engem Zusammenhang steht.

Die Koordination von Atemfluss, Geist und
Energiefluss bewirkt beim Übenden Stärke in
jeder Hinsicht: Gesundheit und Vitalität,
Denk- und Handlungsvermögen profitieren
davon und machen Aikido in Verbindung mit einer Vielzahl von physischen Bewegungs-
abläufen zu einer spirituellen Übung: einer Übung von Körper und Geist.

 
 
© Aikido-Dojo Köln Hans-Jürgen Klages